Aufputz, Unterputz oder Hohlwand: Welche Montageart passt zu Ihrer Unterverteilung?

Bei der Wahl einer Unterverteilung entscheidet nicht nur die Bestückung über das richtige Produkt, sondern auch die Montageart. Aufputz, Unterputz und Hohlwand unterscheiden sich deutlich in Montageaufwand, Optik und Eignung für bestimmte Wandarten. Wir zeigen die Unterschiede.

Aufputz-Montage

Bei der Aufputz-Montage wird die Unterverteilung sichtbar auf die fertige Wand geschraubt, ein Wanddurchbruch ist nicht nötig. Das macht diese Variante besonders praktisch für die Nachrüstung im Bestand, in Gewerbe- und Technikräumen sowie überall dort, wo schnell und ohne größere Bauarbeiten montiert werden soll. Da das komplette Gehäuse sichtbar bleibt, lassen sich hier auch besonders hohe Schutzarten realisieren, ein Vorteil in Garagen, Kellern, Werkstätten oder im Außenbereich.

Unterputz-Montage

Unterputz-Verteiler werden bündig in die Wand eingelassen und verschwinden bis auf die Abdeckung komplett im Mauerwerk. Das ergibt die unauffälligste Optik und ist deshalb im Neubau bei Massivwänden (Mauerwerk, Beton) der Standard. Lage und Höhe richten sich nach den Installationszonen der DIN 18015-3, die unter anderem eine mittlere waagerechte Zone zwischen 100 und 130 cm über Fußboden für Verteiler und Schalter vorsieht. Der Planungsaufwand ist höher: Wanddurchbruch, Rohinstallation und Putzarbeiten müssen vor der Montage stehen, eine spätere Erweiterung ist entsprechend aufwändiger als bei Aufputzlösungen.

Hohlwand-Montage

Für Trockenbau- und Ständerwände aus Gipskarton oder OSB-Platten sind klassische Unterputzverteiler ungeeignet, hier kommen spezielle Hohlwandverteiler zum Einsatz. Sie werden über Halteklauen statt Dübel in der Beplankung befestigt und sind für Dachgeschossausbauten, Fertighäuser oder nachträgliche Trockenbauwände oft die einzige praktikable Lösung. Eine eigene Norm für die Hohlwandmontage gibt es nicht, maßgeblich bleiben auch hier die Installationszonen der DIN 18015-3 sowie die Einbautiefe, die der Hersteller passend zur Wandstärke angibt.

Welche Montageart passt zu Ihnen?

Als Faustregel gilt: Aufputz eignet sich für Nachrüstung, Bestand und Räume mit hohen Anforderungen an die Schutzart. Unterputz ist die saubere Neubaulösung für Massivwände, wenn frühzeitig geplant wird. Hohlwand ist die richtige Wahl, sobald Trockenbau statt Mauerwerk im Spiel ist. In der Praxis entscheidet oft die vorhandene Wand: Bei nachträglichem Einbau in eine bereits verputzte Massivwand ist Aufputz meist die pragmatischste Lösung, Unterputz lohnt sich vor allem, wenn ohnehin noch Putzarbeiten anstehen.

Alle drei Montagearten finden Sie bei uns passend bestückt: Aufputz-Unterverteilungen, Unterputz-Unterverteilungen und Hohlwand-Unterverteilungen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung. Die konkrete Wandart, Einbautiefe und Lage sollten Sie mit Ihrer Elektrofachkraft abstimmen. Stand: Juli 2026.

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